Gold im Portfolio: Wieviel ist optimal?

Gold im Portfolio: Wieviel ist optimal?

Research

Frankfurt, den 29.11.2023. Gold ist eine emotionale Anlageklasse, die viele Anleger anzieht, aber auch polarisiert. Die einen sehen Gold als sicheren Hafen in turbulenten Zeiten, die anderen als unproduktiven Rohstoff, der keine Erträge abwirft und schwer zu bewerten ist. Die meisten institutionellen Anleger haben daher wenig oder gar kein Gold in ihren Portfolios.

Aber ist das eine kluge Entscheidung? Kann Gold nicht einen positiven Beitrag zur Diversifikation und Stabilität eines Portfolios leisten? Und wenn ja, wieviel Gold sollte man halten?

Um diese Fragen zu beantworten, haben wir historische Kapitalmarktdaten seit 1970 ausgewertet. Dieser Zeitraum umfasst mehr als 50 Jahre mit verschiedenen Inflationsphasen und Krisensituationen. Unsere wichtigsten Erkenntnisse:

  • Das Rendite-Risiko-Verhältnis (Sharpe Ratio) liegt für Aktien, Anleihen und Gold zwischen 0,8 und 1,0.

  • Eine Kombination von 30% Aktien und 70% Anleihen erhöht die Sharpe Ratio auf 1,26.

  • Die Beimischung von Gold erhöht die Sharpe Ratio weiter.

  • Die optimale Goldquote liegt zwischen 5 und 10%. Bei höheren Goldquoten sinkt die Rendite pro Risikoeinheit.

  • Die Beimischung von Gold reduziert auch die maximalen Kursverluste, wenn auch nur geringfügig.

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Grafik: Faros | Daten: Bloomberg, Ibbotson

Diese Ergebnisse zeigen, dass Gold einen sinnvollen Beitrag zur Verbesserung des risikoadjustierten Renditeprofils eines Portfolios leisten kann. Natürlich sind historische Daten keine Garantie für die Zukunft, aber sie geben uns wertvolle Hinweise. Wir gehen davon aus, dass Gold auch in den kommenden Jahren von Inflationswellen und geopolitischen Spannungen profitieren kann. Zudem beobachten wir eine Verschiebung der Goldreserven von westlichen zu asiatischen Zentralbanken, was die Nachfrage nach dem Edelmetall stützen könnte.

FAZIT: Gold hat sich in den letzten 50 Jahren als Ergänzung im Portfoliokontex bewährt.